da ich zu diesem Thema schon einiges gefragt worden bin, will ich auch etwas hierzu schreiben.
In der Aquaristik kann man reine Naturprodukte nutzen und muss nicht immer nur zur Chemie greifen.
Ich rede hier von Seemandelbaumblättern / Erlenzapfen und vielen weiteren "Produkten".
Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter (verschiedene Grössen)

Erlenzapfen (aus dem Wald gesammelt)

Diese Naturprodukte findet man auch im Handel, sind aber recht teuer. Mir ist aufgefallen dass selbst gesammelte Erlenzapfen effektiver sind, als die "Marken" Erlenzapfen (ausserdem muss man kein Geld ausgeben).
Jedoch sollte man beim sammeln vorsichtig sein, wenn man auf Erlenpollen allergisch reagiert. Es ist auch wichtig die Zapfen vor dem erstem grossen Regen einzusammeln. Ansonsten werden die Gerbstoffe herausgespült.
Durch den Einsatz dieser Naturprodukte, kann man die Wasserqualität positiv verrändern. --> Ansäuerung des Wassers!
Ausserdem werden Verpilzung und Keime reduziert. Dies geschieht dank der Gerbstoffe die in den Zapfen enthalten sind. Dadurch werden Bakterien und Pilzen die Nährstoffe entzogen. Diese können dann die Schleimhaut nicht besetzen und werden in der Vermehrung gestört.
Bei der Aufzucht von Jungtieren oder der Haltung von Betta Splendens sind diese Produkte empfehlenswert. Sie werden im Durschnitt weniger krank und anfällig.
Dosierung: Man sollte ca. 2 Zapfen auf 10 Liter nehmen. So mache ich es zumindest. Nach dem Einsatz verfärbt sich das Wasser leicht braun. Dies schadet den Tieren nicht und sieht ausserdem sehr natürlich aus!
Viele Fischarten wie Salmler - kommen von der Natur aus, aus Schwarzwasserflüsse und werden sich deutlich wohler nach Zugabe von Erlenzapfen zeigen.
Die Zapfen und die Seemandelbaumblätter kann man dann einige Zeit im Wasser liegen lassen. Ich lasse meine einige Wochen drin, bis sie total "zerknabbert" sind! Denn Welse und Garnelen fressen sich daran satt.
LG
Chrescht




