Bin beim Surfen im Internet zufällig auf Euren Post gestossen und hab mich kurzerhand registriert und hoffe, dass ich was informatives beisteuern kann
Viele reisserische Fernsehdokus stellen z. B. solche Top Tens aus, ich halte sehr wenig davon (es sei denn, man geht von den Naturaufnahmen aus). Eine solche aufzustellen halte ich daher für sehr schwierig, denn es sind mehrere Faktoren zu beachten: Zum einen ist dabei die Toxizität zu beachten, zum anderen das Verhalten der jeweiligen Giftschlange (sprich ihre Aggressivität). Ausserdem, inwiefern der Lebensraum bestimmter Arten sich mit menschlichen Wohnräumen überschneidet. Als Beispiel wäre da der "berüchtigte" Inlandtaipan, Oxyuranus microlepidotus (welcher von Euch ja bereits angesprochen wurde, mit dem potentesten Gift aller landlebenden Schlangen). Die Angaben darüber schwanken jedoch: er soll imstande sein, mit einem Biss ca. 120 Menschen zu töten - doch dringt der Taipan selten in menschliche Gebiete ein (hat ein sehr kleines Verbreitungsgebiet) und gilt als wenig aggressiv, eher beissfaul. Seine australischer Verwandte, die Braunschlange (Pseudonaja textilis) hingegen hat auch ein hochpotentes Gift und ist sehr aggressiv; sie kann sogar als Kulturfolger angesehen werden und kommt häufig mit Menschen in Kontakt. Ein Bekannter war ein Jahr in Australien und hat auch auf Plantagen gearbeitet, er meinte, diese Schlangen seien eine wirkliche Bedrohung. Deshalb muesste man die Top Ten splitten: in Giftigkeit und potentielle Gefährlichkeit für den Menschen! Egal, ob sie einen Menschen töten kann oder mehrere, auf ihr Verhalten kommt es an. Die schlimmste Giftschlange ist die, die gerade zugebissen hat! Bei einer Einteilung in Giftigkeit könnte der LD50 Wert weiterhelfen, muss es aber nicht zwangsläufig.
Was viele vergessen ist, dass Schlangen meistens eher das weite suchen, bevor sie in Bedrängnis zubeissen, so auch die Mamba. In Amerika z.B. hat man festgestellt, dass ein Grossteil aller Klapperschlangenbisse in Hände und Arme erfolgte, d. h., dass die Schlangen gefangen werden sollten oder jemand sie aus Neugier anfassen wollte. Das zur Verteidigung der Giftschlangen.
Die kleine gefährliche Schlangemüsste die Echis (Sandrasselotter) sein! Sie kommen in Nordafrika vor und besitzen das stärkste aller Viperngifte - Echis carinatus sochurecki und Echis coloratus fallen darunter. Sie werden bis zu 80 cm lang und sind fuer sehr viele Todesfälle verantwortlich.
So, ich hoffe, meine Ausführungen waren nicht zu lang,
liebe Grüsse,
Björn


