Latein: Bombina Orientalis
Herkunft: Vorderindien bis Südasien
Größe: bis 60 mm
Aussehen: flach und krötenartig mit runder Schnauze und plattem Kopf, Rücken braun bis grasgrün mit schwarzer Musterung und warzig, Bauch orange bis rot mit ebenfalls schwarzer Musterung
Unterscheidung der Geschlechter: Männchen haben kräftigere Arme und Beine, Schwimmhäute an den Hinterbeinen sind deutlicher ausgeprägt, in der Fortpflanzungszeit haben sie außerdem Brunftschwielen an den Armen
Beckentyp: Aquaterrarium
bestmögliche Anzahl gehaltener Tiere: Pärchen, zur Zucht im Idealfall 2 Männchen mit 3-4 Weibchen
Beckengröße: bei oben genanntem Besatz 80 cm x 50 cm
Temperatur: 20°C-22°C
Beleuchtung: für Amphibien geeignete Leuchtstoffröhre, Beleuchtungszeit: nach der realen Tageszeit gerichtet, Wärmestrahler ist angebracht
Einrichtung: Wasserstand etwa doppelt bis dreifach der Größe der Tiere, ausreichend bepflanzt (sowohl Landteil als auch Wasser), Versteckmöglichkeiten, die Tiere sollten das Wasser recht einfach verlassen können
Futter: kleine Grillen, Heimchen, Regenwürmer, flugunfähige Stubenfliegen, Asseln usw.
Verhalten: gemütliche Tierchen, das arttypische "Unken" ist vor allem, aber nicht nur, in der Dämmerung und nachts zu hören, allerdings ist es so leise, dass es wohl kaum jemanden stört
Zucht: verhältnismäßig einfach
Überwinterung: nicht zwingend, jedoch vorteilhaft für die Zucht
Sonstiges: Bedrohte Unken reagieren mit dem sogenannten Unkenreflex: sie drücken ihren Rücken durch und ziehen gleichzeitig die Extremitäten hoch damit der Feind deren rote Unterseite sehen kann. Werden sie immer noch nicht in Ruhe gelassen produzieren sie einen ätzenden Schaum der auf ihrem Rücken erscheint. Dieser reizt die Schleimhäute des Angreifers. Unken, die an Menschen gewohnt sind zeigen diesen Reflex nur noch sehr selten.
Außerdem bemerkenswert ist der Farbwechsel, der sich beobachten lässt. Eine Unke kann ihre Farbe von bräunlich bis grasgrün ändern. Was genau diesen Farbwechsel beeinflusst ist umstritten: Temperatur, Umgebung, Aufregung, etc.
Literatur: Die chinesische Rotbauchunke bombina orientalis von Manfred Rogner



